GEN Ehrenpräsident Prof. Yunus hilft Haiti aufbauen 

Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus, Ehrenpräsident des Global Economic Network - dessen Deutsche Sektion der Senat der Wirtschaft ist will Haiti aufbauen helfen.

Dieter Härthe und Muhammad Yunus Ehrenpräsident Yunus und Vorstand Dieter Härthe bei einem SENATS Gespräch in Berlin

 

Der Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus und der deutsche Softwarekonzern SAP wollen gemeinsam helfen, das von einem schweren Erdbeben verwüstete Haiti wiederaufzubauen. Yunus ist Chef der Grameen Bank in Bangladesch und Erfinder von "Mikrokrediten" als Mittel der Entwicklungshilfe. Er sagte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos: "Wir werden ein Grameen SAP Creative Lab schaffen, das Ideen für Sozialunternehmen in Haiti entwirft und die Gründung solcher Unternehmen unterstützt." Sozialunternehmen sind nach seiner Definition Firmen, die zwar - anders als gemeinnützige Unternehmen - nicht steuerbegünstigt sind, die sich aber vorrangig sozialen Zielen verschrieben haben.

Der Vorsitzende des SENATES DER WIRTSCHAFT Dieter Härthe, der auch Vorstandsmitglied des Global Economic Network (GEN) ist, begrüßte das Ziel des Ehrenpräsidenten und bekräftigte, dass auch der SENAT als deutsche Sektion des GEN tatkräftig an dieser Idee mitwirken wird.

Der Karibikstaat war vor drei Wochen von einem Erdbeben getroffen worden. Yunus hofft darauf, vor allem ausgewanderte Haitianer für das neue Beratungsunternehmen begeistern zu können: "Wir werden Haitianer, die im Ausland leben, in Deutschland zum Beispiel oder in den USA, einladen, in dem Creative Lab mitzuarbeiten, damit sie ihre Talente und ihre Kreativität dafür einbringen können, ihr Heimatland wiederaufzubauen." Zudem will Yunus Firmen einladen, um in Haiti auf dem Gebiet ihrer Spezialisierung Sozialunternehmen zu gründen".